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Von der "gothic novel" zum "Gothic Musical"
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Fortsetzung
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Auf der musikalischen Ebene spielt „Rappacinis Tochter“ mit unterschiedlichen Genres, um die Palette der Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern und uneingeschränkt freien Umgang mit musikalischen Stilmitteln zu erhalten. Denn das Ziel beim Musiktheater ist es, Inhalt und Musik in jeder Situation perfekt zu vereinen, um die richtige Stimmung zu kreieren. Neben klassischen oder poppigen Musical-Elementen, gibt es düster-symphonische Passagen, elektronische Stilmittel und gitarren-orientierte Rock bis Metal Nummern. Besonders letztere Elemente waren seit jeher ein Stilmittel der Gothic-Metal Band AETERNITAS, die im Kern hinter dem Projekt „Rappacinis Tochter“ steht. Die Band um Alexander Hunzinger bezeichnete ihre bisherigen Werke selbst als Gothic-Theatre-Metal, da die beiden veröffentlichten Konzeptalben inhaltlich einen stark theatralischen Einschlag hatten.
Düstere und schwere Melodien mithilfe von Keyboards und Orchester, eingekleidet mit Stilelementen des Metals sind nicht nur ein Kennzeichen von AETERNITAS sondern des Musikgenres Gothic-Metal im Allgemeinen. Und diese Elemente finden sich auch in „Rappacinis Tochter“ wieder.
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| Auf der Bühne läst sich schließlich auch noch eine dritte Ebene differenzieren und zwar die der Inszenierung selbst. Die Charaktere werden dabei durch das Spiel der Darsteller und der Kostüme lebendig und der Ort der Handlung entsteht durch das Bühnenbild. Ein „gotisches“ Spiel der Darsteller ist schwer vorstellbar, der Gesang entspricht einem modernem Musical- und Rock-Gesang. Die Kostüme von „Rappacinis Tochter“ orientieren sich eher an Musical Kostümen, mit einem leichten Gothic Einschlag. Das Bühnenbild ist abstrakt gehalten und als solches keiner speziellen Richtung zuzuordnen. Doch zusammen mit dem Licht erzeugt das Bühnenbild eine unangenehme, düstere Grundstimmung, die die Handlung dieser gotischen Novelle durchaus unterstreicht. |
| Lässt sich die Frage nach dem Gothic Musical abschließend beantworten? |
Nein. Und das ist auch gut so. Denn letztlich soll dieses Musical unterhalten.
Und gute Unterhaltung ist keine Frage einer Kategorisierung, sondern des persönlichen Geschmacks.
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